Regionalbahnen: NÖ bringt 500.000 km mehr auf Schiene

Den diesjährigen europäischen Fahrplanwechsel am Sonntag, den 9. Dezember, nutzt das Land Niederösterreich, um auf der Kremser- und Kamptalbahn, der Erlauftal-, Traisental-, Puchberger- und Gutensteinerbahn umfassende Verbesserungen umzusetzen. So werden auf diesen fünf Regionalbahnen insgesamt rund 500.000 Bahn-km pro Jahr mehr gefahren, das bedeutet ein Plus an 1,9 Mio. Sitzplätzen pro Jahr.


„Die Regionalbahnen bilden das Rückgrat unserer Mobilitätspolitik. Mit diesem Paket erleben wir eine deutliche Stärkung des Systems und Ausweitung des Angebots - ganz im Sinne der Pendlerinnen und Pendler im Land”, so Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko.

Ein Ziel des Verkehrsverbundes Ost-Region (VOR), welcher die Verbesserungen im Auftrag des Landes Niederösterreich erarbeitet hat, ist, die Sichtbarkeit des öffentlichen Verkehrs zu erhöhen und mehr Leute zur Nutzung der niederösterreichischen Regionalbahn zu bewegen. „Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist, die Fahrpläne so weit wie möglich zu vereinfachen und mittels Halbstunden- bzw. Stundentakten klare, einfach zu merkende Fahrpläne zu schaffen”, so Wolfgang Schroll, Geschäftsführer des VOR. Erreicht werden sollen dabei Berufs- und Bildungspendler aber auch Touristen und Gelegenheitsfahrer. „Diese können sich auf ihren Reisen zurücklehnen, denn sie wissen: sie werden mit unseren Bussen und Bahnen sicher, zuverlässig und bequem von A nach B gebracht,” so Schroll weiter. Die Regionalbahnen sind mit den VOR Regio Bussen in der Ostregion verknüpft, welche bei Ausweitungen des Bahnangebotes mitgedacht und bedarfsorientiert optimiert werden. Damit ergibt sich ein Gesamtsystem aus Regionalbussen sowie Regionalbahnen, welche auch als Zubringer für sogenannte Hochleistungsstrecken fungieren und somit die Stütze für den öffentlichen Verkehr in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland bilden.

Für die Kremserbahn / Kamptalbahn ergeben sich folgende Verbesserungen:

St. Pölten – Krems/Donau – Sigmundsherberg und retour 

Während von MO-SO bisher nur zur Ausflugssaison ein ganztägiger Stundentakt mit Durchbindung von/nach St. Pölten vorzufinden war, wird der Stundentakt mit Dezember 2018 auf das ganze Jahr ausgeweitet. Darüber hinaus gibt es einen lückenlosen Halbstundentakt in der Hauptverkehrszeit zwischen St. Pölten und Krems.

Der tägliche Stundentakt ohne Taktlücken erleichtert vor allem am Wochenende die An- und Abreise im Ausflugs- und Freizeitverkehr (Kamptalradweg, Freibäder etc.) mit der Bahn. Zahlreiche Fußnoten, wie bspw. Begrenzungen auf die Ausflugssaison von Mai – Oktober, fallen weg.

Maßnahmen im Detail

  • Täglich Stundentakt auf der Strecke St. Pölten – Herzogenburg – Krems – Hadersdorf – Horn

  • Zwischen Horn und Sigmundsherberg zusätzliche tägliche Verbindung pro Richtung am Vormittag und Anpassungen zur verbesserten Anbindung Horns an die Franz-Josefs-Bahn Richtung Wien

  • MO-FR (werktags) fahren die Züge zw. 12 - 19 Uhr im Abschnitt St. Pölten – Krems im ½-Std.-Takt (ergänzend zum bestehenden Halbstundentakt in der morgendlichen Hauptverkehrszeit)

    • Die ½-stdl. Verbindungen in der HVZ nach Stiefern bzw. Gars-Thunau bleiben in bewährter Weise erhalten.

  • Verlängerung der Betriebszeiten im Abendverkehr um bis zu zwei Stunden durch zusätzliche Züge

    • Zwischen St. Pölten und Krems:

      • letzte tägliche Abfahrten um 23:05 Uhr ab St. Pölten bzw. 23:19 Uhr ab Krems

    • Letzte Abfahrt ab

      • Hadersdorf Richtung Horn bzw. Sigmundsherberg: werktags um 21:08 Uhr, am Wochenende um 20:08 Uhr

      • Gars: werktags um 21:24 Uhr, am Wochenende um 20:24 Uhr

      • Horn Richtung St. Pölten: täglich um 20:08 Uhr

         

        Weiterführende Informationen unter http://www.vor.at/

        Den Folder Änderungen Regionalbahnen in NÖ finden Sie hier!